Mittwoch, September 26, 2007

Fragmente



heute ist die hitze wieder unerträglich. Um mich herum sind die felder abgeerntet – und es sieht aus wie in der wueste. Auch schattenspendende baeume sind nicht in sichtweise. Ich schmecke meinen salzhaltigen schweiss auf den lippen. Langsam stellt sich dieser tranceartige zustand ein, den ich beim wandern bekomme. Du laeufst und laeufst – und du leerst deinen kopf, irgendwann ist nichts mehr drin, alles raus. Und wenn du irgendwo ankommst, fuehlst du dich wie gereinigt von dem ganzen gedanken muell...
nur langsam werde ich doch unruhig – seit 1,5 tagen habe ich niemanden mehr aus meiner „gruppe“ gesehen. Gestern musste ich mit alten italienischen maenner in einem 8-bettzimmer schlafen – man kann sich nichts einsameres vorstellen!
In einem verlassenen dorf versuche ich einen alten brunnen in gang zu bringen, da kommt lady schuh aus der verlassenen kirche. Welch eine Freude! Sie hat einen Finnen in Schlepptau und der kennt eine schoene kleine herberge die von behinderten menschen gefuehrt wird.
Jeder pilger wird von einem behinderten menschen persönlich zu seinem bett gebracht und herumgefuehrt. Der zivildienstleistende ist gnadenlos schwarzhaarig schön und spielt abends mit den behinderten menschen brettspiele im aufenthaltsraum. Und ich fuehle mich so angenehm leer!

Posted by Picasa

2 Kommentare:

oliver hat gesagt…

ich freue mich sehr, das lady schuh wieder dabei ist, und der zivi schön.

produzentin hat gesagt…

lieber schum,
ich wünsche mir fast du wärst immer auf wanderschaft.
halte durch.